Diesel

Dieselkraftstoff bzw. Diesel benannt nach seinem Erfinder Rudolf Diesel, ist ein flüssiger Treibstoff für Dieselmotoren, bestehend aus Kohlenwasserstoffverbindungen.

Die Zusammensetzung kann jedoch je nach Einsatzzweck differieren. Hauptbestandteile sind Kerosin, verschiedene Mitteldestillatfraktionen, bis zu 7% politisch gewollter Biodieselanteil sowie verschiedene Additive. Je nachdem aus welchem Rohöl die Komponenten des Dieselkraftstoffes produziert werden, kann die Qualität schwanken. Auf dem deutschen Markt muss Diesel die EU-DIN Norm 590 erfüllen. Die Energie des Kraftstoffes wird freigesetzt, indem der Dieselmotor Luft aus der Umgebung ansaugt und stark verdichtet. Durch die Verdichtung steigt die Temperatur in so einem hohen Maße an, dass das eingespritzte Diesel sich von selbst entzündet. Nach Einspritzung in den Motor erfolgt die Entzündung zeitverzögert. Wichtig ist das exakte Zündverhalten des Kraftstoffes, angegeben durch die Cetanzahl.
Diese ist der in Volumenprozent ausgedrückte Anteil an Cetan in einer Mischung aus Cetan (paraffinischer Kohlenwasserstoffanteil) und Alpha-Methylnaphthalin (aromatischer Kohlenwasserstoff), die in einem Versuchsmotor denselben Zündungsverzug ausweist wie der geprüfte Dieselkraftstoff. Je höher die Cetanzahl desto besser ist der Verbrennungsablauf im Motor.

Mit den in Additiven enthaltenen Zündbeschleunigern kann die Cetanzahl weiter erhöht werden. Dieselkraftstoff muss einen Flammpunkt von über 55°C aufweisen. Bereits geringe Vermischungen mit Ottokraftstoffen wie zum Beispiel „Super“ verringern diesen. Neben einem erhöhten Gefahrenpotential verschlechtern sich zudem die Schmiereigenschaften des Diesels, was zu Schäden am Einspritzsystem führen kann. Vor allem jedoch ändert sich das Zündverhalten, wodurch es zu verfrühten Zündungen im Motor kommt, was besonders bei neuen Motoren zu Totalschäden führen kann. Falsch betankte Fahrzeuge sollten daher nicht mehr bewegt werden und sind erst nach einer Reinigung des Kraftstoffsystems wieder verwendbar. Bei minus Temperatur bildet Diesel Wachsstrukturen, wodurch die Pumpfähigkeit des Kraftstoffes eingeschränkt wird und Filter verstopfen können.

Dieser Eigenschaft wird jedoch in der Raffinerie durch Zugabe spezieller Additive entgegengewirkt, so dass moderne Dieselkraftstoffe bis minus 21°C frostsicher sind.

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